9 Zeichen, dass du dich in der Zuckerfalle befindest

Zugegeben, Zucker schmeckt erst einmal nicht schlecht und viele Lebensmittel schmecken dir mit einer Prise Zucker umso besser. Die kleinen, weißen Kohlenhydratkristalle sind augenscheinlich aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Und schreit dein Körper nicht manchmal selbst nach Kohlenhydraten:

Wer sehnt sich bei starkem Hunger nicht nach seiner Lieblingskalorienbombe - der riesigen Portion Fruchteis, dem Stück Obsttorte oder Pasta mit Sahnesoße?! Jedem seien diese unschuldigen Gaumenfreude gelegentlich gegönnt. Doch solltest du aufpassen und nicht allmählich in den Treibsand aus Zucker geraten, denn der Anteil von Zucker und Kohlenhydraten in der Nahrung kann ein gesundheitsschädliches Niveau erreichen. Es scheint unmöglich diesem Treibstoff unserer modernen Leistungsgesellschaft noch aus dem Weg zu gehen.

Sind wir nicht alle schon ein bisschen süchtig danach? Bright Side hat für dich neun Punkte zusammengestellt, die jeweils ein Hinweis darauf sind, dass der Anteil an Zucker in deiner Lebensmittelauswahl unausgewogen hoch ist.

Entzündungsprozesse im Körper: Rötung, Gelenksteifigkeit, Schwellung, Gelenkschmerzen

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Hast du in letzter Zeit Tätigkeiten, die du regelmäßig machst wie Spaziergänge, Gartenarbeit oder Golfen wegen Schmerzen ausfallen lassen? Schmerzen können eins von vielen Signalen sein, mit dem dein Körper auf innere Entzündungsprozesse reagiert. Viel Zucker im Blut führt zu Reaktionen zwischen Zuckermolekülen, Fetten und Eiweißen (Glykation), die das Immunsystem auf den Plan rufen.

Ein starkes Verlangen nach Süßigkeiten und anderen süßen Speisen

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Zucker erzeugt bei dir ein Glücksgefühl, da Zucker zu einer Ausschüttung von Dopamin im dopaminergen Belohnungs- und Verstärkungssystem führt. Zwar ist die Wirkung viel geringer als bei Drogen, jedoch kann durch einen chronischen Mangel von Nährstoffen, ein ständiges Verlangen nach Nahrung durch einen Dopaminmangel im Verstärkungssystem ausgelöst werden, inklusiver depressiver Verstimmung.

Konzentrations- und Leistungsknicks

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Zucker verbrennt rasch in unseren Zellen und liefert dir dadurch viel Energie, weshalb er gelöst im Blut zu allen Zellen transportiert wird. Zuckerreiche Lebensmittel, die immer starke Schwankungen der Zuckerkonzentration im Blut auslösen, solltest du durch Nahrung mit einem hohen Anteil von Proteinen und mäßigen Fettanteil (vor allem ungesättigte Fettsäuren) ersetzen, da sie zu einer gleichmäßigen Zuckerkonzentration im Blut führen.

Fettige Haut und Pickel

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Zuckerreiche Lebensmittel veranlassen deine Bauspeicheldrüse Insulin zu produzieren, wodurch Zucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen wird. Hohe Insulinmengen stehen im Verdacht Fettdrüsen in der Haut anzuregen. Zudem wird Zucker, dass mit Proteinen oder Fetten zufällig verklumpt, als Zellmüll mit Hilfe von Pickeln entsorgt.

Übergewicht

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Auch Übergewicht kann in Zusammenhang mit anderen Zeichen ein Hinweis auf zu viel Zucker in deiner Nahrung sein. Hohe Insulinmengen im Blut führen zur Bildung von Bauchfett. Übergewicht, das vor allem durch zu viel Bauchfett bedingt ist, wird als Abdominelle Fettleibigkeit bezeichnet. Häufig tritt diese Form des Übergewichts gemeinsam mit Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und Insulinresistenz auf, welches dann als Tödliches Quartett oder Metabolische Syndrom bezeichnet.

Probleme mit den Zähnen

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Wie du weißt, können süße Speisen zu Löchern in den Zähnen führen, jedenfalls wenn du nach dem Essen nicht schnellstmöglich alle Rückstände an den Zähnen beseitigst. Die Rückstände führen zu kleinen Löchern, von denen aus die bakterielle Erodierung deiner Zahnsubstanz beginnt. Du solltest dir vor allem bei klebrigen Süßigkeiten und Müsli im Anschluss die Zähne putzen.

Süßspeisen schmecken nicht mehr

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Wenn du viele süße Speisen isst, gewöhnen sich deine Geschmackspapillen daran und die Gaumenfreunde, die du früher bei einem großen Eisbecher empfandest, bleiben aus. Die Geschmackspapillen fahren ihre Empfindlichkeit für Süßes herunter und süßen Beeren oder Äpfel schmecken dir nicht mehr wie gewohnt. Tritt dieser Gewöhnungseffekt bei dir ein, frage dich, ob deine Ernährung wirklich ausgewogen ist.

Häufige Erkältungen und Grippen

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Wenn du viel Zucker konsumierst, kann dies mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu einem Vitaminmangel in deinem Immunsystem führen. Dann hat es zwar genug Energie, ist aber trotzdem geschwächt, da Vitamine wie Vitamin C oder B12 oder Mineralien wie Zink fehlen. Achte darauf, dass in deiner Nahrung alle Vitamine und Mineralien in den richtigen Mengen enthalten sind.

Probleme mit der Verdauung

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Wenn du häufiger unter Bauchschmerzen, Blähungen oder Völlegefühl leidest, kann vielleicht der Zucker in der Nahrung schuld sein. Zu viel Zucker gelangt dann unverdaut in den Dickdarm und hält dort die falschen, gasproduzierenden Bakterien am Leben. Um Chaos in deinem Bauch zu vermeiden, mache auch einen Bogen um Zuckerersatzstoffe. Sie enthalten schwer verdauliche Bestandteile.

Genug ist Genug!

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Laut der Weltgesundheitsorganisation solltest du maximal 10 % deines täglichen Energiebedarfs aus Zucker gewinnen. Das sind ungefähr sieben Teelöffel reiner Zucker. Aber schon allein 4 Gramm Zucker jeden Tag zusätzlich kann sich schädlich auf deine Gesundheit auswirken. Deshalb höre auf deinen Körper und die beschrieben Warnzeichen und finde heraus, in welchen natürlichen Lebensmitteln, wie Obst, Gemüse oder Müsli noch Zucker enthalten sein kann.