So solltest du bei einem Zeckenbiss reagieren

Zeckenbisse sind sehr unangenehm. Die kleinen Blutsauger lauern überall im Freien in Gebüschen und hohen Gräsern und warten darauf, dass ein Warmblüter vorbei kommt. Dann lassen sie sich fallen und suchen auf dem Wirtskörper, egal ob Mensch, Hund oder andere Tiere, eine angenehme Stelle. Dort saugen sie sich fest. Den Biss spürt man nicht, denn die Zecken sondern beim Zubeißen einen leicht betäubenden Stoff im Speichel ab. Dann saugen sie sich mit Blut voll und fallen irgendwann ab. Der Zeckenbiss ist unangenehm, wenn auch nicht schmerzhaft. Aber er kann auch gefährlich werden.

 

 

Die Wunde kann sich nämlich wie jede Verletzung infizieren und so eine Blutvergiftung hervorrufen. Außerdem übertragen manche Zecken die gefährliche Borreliose, das ist eine Infektionskrankheit, die sehr langwierig verläuft. Außerdem kann eine Hirnhautentzündung entstehen, den in manchen Gegenden Deutschlands, vor allem in Süddeutschland, sind die Zecken mit diesen Erregern infiziert und übertragen sie.

Zeckenbisse verhindern

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Am besten ist es natürlich, gar nicht erst von Zecken befallen zu werden. So hilft es, auf den Wegen zu bleiben, etwas weg von den Bäumen und Sträuchern, den dort lauern die Zecken. Am besten trägst du lange Hosen, geschlossene Schuhe und steckst die Hosen in die Socken, lange Ärmel und eine Kopfbedeckung sind ebenfalls nützlich.

Öl gegen Zecken

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Für Haustiere gibt es spezielle Öle, die auf Zecken abschreckend wirken. Das Öl solltest du erst einmal auf Verträglichkeit testen, denn vielleicht sind Hund oder Katze allergisch auf die Inhaltsstoffe. Auch für Menschen gibt es Mittel, mit denen man die Haut einreibt, um sie vor Zeckenbissen zu schützen. Wirksame Öle und andere Mittel sind sehr teuer, aber sparsam im Verbrauch.

 

 

Hausmittel

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Ein Hausmittel gegen Zeckenbisse ist Kokosöl. Studien haben bewiesen, dass bei einer Anwendung von Kokosöl der Befall mit Zecken um 80 % verringert werden konnte. Du musst dein Tier und dich selbst jeden Tag mit diesem Öl einreiben. Eine mühselige Prozedur. Andere Öle, wie Schwarzkümmelöl, das auch oft empfohlen wird, scheinen keine Wirkung zu zeigen. Auch sonst gibt es keine wirksamen Hausmittel gegen den Befall mit Zecken.

Vor dem Zubeißen

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Die Zecken krabbeln erst auf dem Körper herum, um sich eine geeignete Stelle zu suchen. Sie mögen es gerne warm und bevorzugen dünne Hautstellen, zum Beispiel Handgelenk, Kniekehle, Nacken usw. Kinder werden sehr gerne befallen. Sie sind klein und ihre Haut ist zart und gut durchblutet. Such dich und dein Tier nach jedem Spaziergang auf Zecken ab. So kannst du sie vielleicht erwischen, bevor sie zugebissen haben.

 

 

Wo finden sich Zecken?

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Zecken klettern nur bis 1,50 Meter hoch. Sie lauern im hohen Gras oder auch im Wald in den Blättern des Vorjahres, wo sie überwintert haben. Falls du nicht auf asphaltierten Wegen bleiben kannst oder willst, musst du dich nach dem Spaziergang gründlich nach Zecken absuchen, zum Beispiel unter der Dusche.

Zecken entfernen

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Wenn du doch befallen wurdest, solltest du die Zecke so schnell wie möglich entfernen. Je länger sie an der Haut fest hängt, desto höher ist das Infektionsrisiko, und desto mehr Bakterien und Viren kann sie abgeben.

Zeckenzangen

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Zur Entfernung nur die speziellen Zeckenzangen benutzen. Diese packen die Zecke direkt unter dem Kopf und sind so geformt, dass sie die Zecke nicht zerdrücken. Dann gibt sie nämlich noch ihre Giftstoffe ab. Wichtig ist, die Pinzette direkt über der Haut anzusetzen. Dann die Pinzette im Uhrzeigersinn drehen und die Zecke sollte sich lösen.

Die Wunde behandeln

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Die Wunde danach gut desinfizieren. Manchmal bleiben Rückstände der Zecke in der Wunde stecken. Das sind dann die Reste der Saugwerkzeuge. Du kannst abwarten, ob die Wunde gut verheilt und brauchst dann nichts mehr zu unternehmen.

Infektionsrisiko

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Manchmal bildet sich um die Wunde ein roter Ring, das weist auf eine Borrelieninfektion hin und sollte vom Arzt untersucht werden. Zur Vorbeugung muss du wahrscheinlich Antibiotika nehmen. Ebenso bei Infektion der Wunde die sich durch Rötung, Hitzegefühl und Schwellungen bemerkbar macht. Manchmal verläuft eine Infektion auch mit grippeähnlichen Symptomen. Auf jeden Fall notieren, wenn du von einer Zecke gebissen wurdest und auf weitere Symptome achten.

Blutvergiftung

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Kleine Bagatellwunden und dazu zählt ja der Zeckenbiss, werden oft nicht beachtet. Eine Sepsis kann durch einen Zeckenbiss hervorgerufen werden und tödlich verlaufen. Bei Verdacht auf Blutvergiftung, also bei Rötung, Hitze, Fieber oder einem roten Streifen empfiehlt es sich, ein Krankenhaus aufzusuchen.