Ursachen und natürliche Heilmittel bei einem aufgeblähten Bauch

Ein aufgeblähter Bauch ist äußerst unangenehm für die betroffene Person und ein tabuisiertes Thema in unserer Gesellschaft. Ausgelöst durch unterschiedliche Ursachen wird bei der Verdauung zu viel Gas gebildet. Dieses breitet sich im Verdauungstrakt aus und führt zu eine Reihe von Beschwerden. Es kommt zu einer Schwellung des Bauches, Blähungen, Aufstoßen, Geräuschen im Magen-Darm-Bereich und einem harten Bauch. Die Symptome schränken den Alltag der betroffenen Person, je nach Schweregrad, stark ein. Meistens lösen sich die Beschwerden nach einiger Zeit in Wohlgefallen auf. Halten die Symptome länger an oder treten häufiger auf, sollte der Ursache auf den Grund gegangen werden.

 

 

n der Regel lässt sich ein aufgeblähter Bauch durch die Umstellung einiger Lebensgewohnheiten kurieren. In diesem Artikel zeigen wir Dir mögliche Ursachen und Heilmittel, die Dir helfen Deine Symptome zu heilen und weiteren Komplikationen vorzubeugen. Bessern sich Deine Beschwerden nicht oder verschlimmern sich gar, sprich bitte mit Deinem Arzt. Das sind die häufigsten Gründe für einen aufgeblähten Bauch:

Blähendes Essen

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Es gibt Lebensmittel wie beispielsweise Bohnen, Brokkoli, Blumenkohl, Kohl und bestimmte Früchte, die für den Magen schwerer zu verdauen sind. Sie führen leichter zu einem aufgeblähten Bauch. Du solltest diese Nahrungsmittel nur in kleinen Mengen zu Dir nehmen. Isst Du diese Nahrungsmittel regelmäßig gewöhnt sich Deine Verdauung daran und Du verträgst sie besser.

Zu geringe Wasseraufnahme

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Wir bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Nimmst Du zu wenig Wasser zu Dir, können die einzelnen Vorgänge in Deinem Körper ihre Aufgaben nicht richtig ausführen. Dies betrifft auch den Magen-Darm-Trakt. Nimm immer ausreichend Flüssigkeit zu Dir, besonders wenn Du ballaststoffreiche und flüssigkeitsarme Lebensmittel konsumierst. Am besten sind stilles Wasser oder Kräutertees.

 

 

Milchprodukte

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Viele Menschen sind laktoseintolerant ohne, dass sie sich dessen bewusst sind. Ihnen fehlt die Laktase, ein Enzym zur Aufspaltung der Laktose. Dieses Enzym benötigt unser Körper zur Verdauung von Muttermilch. Fehlt es, kommt es nach dem Konsum von Milchprodukten zu einem aufgeblähten Bauch. Versuche Milchprodukte zu ersetzten, mittlerweile gibt es eine große Auswahl an pflanzlichen Alternativen.

Zu viel oder zu schnell essen

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Isst Du zu viel, dehnt der Magen sich aus und wird größer. Durch das große Volumen braucht es mehr Zeit um das Essen zu verarbeiten. Dadurch entstehen vermehrt Gase und es kommt zu den typischen Beschwerden. Ähnlich verhält es sich mit zu schnellem Essen. In der Regel wird die Nahrung dann nicht gut genug gekaut/zerkleinert, was wiederum mehr Arbeit für den Magen bedeutet.

 

 

Zuviel Luft schlucken

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Durch einen übermäßigen Konsum von kohlensäurehaltigen Getränken (Limonaden, Sprudelwasser …) oder dem regelmäßigen Gebrauch von Strohhalmen kann es zu einem aufgeblähten Bauch kommen. Das Gleiche gilt, wenn Du oft Kaugummis kaust oder Bonbons lutschst. Der enthaltene Zucker kann die Beschwerden ebenfalls auslösen.

Verwendung von Süßstoffen

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Süßstoffe sollen Zucker ersetzen und so die Menge an aufgenommenem Zucker reduzieren. Das macht sie zu beliebten Süßungsmitteln. Der Körper hat allerdings oft Schwierigkeiten diese Stoffe zu verdauen. Dadurch führt ihre Verwendung häufig zu Blähungen, einem aufgeblähten Bauch, Durchfall oder Schmerzen.

Bestimmte Medikamente

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Es gibt bestimmte Medikamente, deren Verwendung einen aufgeblähten Bauch oder andere Verdauungsbeschwerden zur Folge hat. Dies betrifft verschreibungspflichtige und frei verkäufliche Präparate. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Schmerzmittel, Durchfall- oder Nahrungsergänzungsmittel (Eisen, Vitamine, Ballaststoffe …). Grundsätzlich gilt, wenn Du ein Medikament einnimmst und Nebenwirkungen bei Dir feststellst, halte Rücksprache mit Deinem Arzt oder Deiner Apotheke.

Stress oder Angst

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Sowohl ein andauernder Stresspegel als auch anhaltende Ängste führen zu den verschiedensten Veränderungen im Körper. Der Cortisolspiegel im Blut erhöht sich und führt beispielsweise zu einer eingeschränkten Funktion bei der Verdauung. Dies hat unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper, ein aufgeblähter Bauch ist eine davon.

Hilfreiche Nahrungsmittel

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Unterstütze Deine Verdauung und wirke einem aufgeblähten Bauch entgegen in dem Du mehr der folgenden Lebensmittel isst:

  • Joghurt ist reich an Probiotika, diese sind gut für die Darmflora. Aufgrund der in Milchprodukten enthaltenen Laktose wäre es sinnvoll auf pflanzliche Alternativen auszuweichen.
  • Haferflocken (ballaststoffreich)
  • Bananen (Potassium)
  • Zitronenwasser regt die Verdauung an.
  • Ein Esslöffel Apfelessig auf ein Glas Wasser, am besten vor dem Essen trinken.
  • Ingwer
  • Papaya
  • Avocado enthält ein bestimmtes Enzym, dass Fette aufspaltet und vor Blähungen schützt.
  • Wassermelone (Potassium)
  • Spargel (präbiotische Stoffe)
  • Ananas
  • Kräutertees

Heilkräuter bei aufgeblähtem Bauch

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  • Löwenzahnwurzel und -blätter unterstützen die Verdauung.
  • Klettenwurzel hilft bei den unterschiedlichsten Verdauungsbeschwerden.
  • Kamille lindert Krämpfen, Sodbrennen und Blähungen.
  • Zitronenverbene ist bei Krämpfen hilfreich und unterstützt die Verdauung.
  • Krauser Ampfer fördert die Verdauung, stimuliert die Gallenproduktion und die Leber.
  • Pfefferminze beruhigend bei Krämpfen und Blähungen.
  • Melisse hilft bei Krämpfen und Blähungen.
  • Fenchelsamen wirken vorbeugend gegen Blähungen und krampflösend.