25 Symptome einer Glutenintoleranz, die Du nicht ignorieren solltest

Die Autoimmunkrankheit Zöliakie ist eine chronische Unverträglichkeit gegen das Weizeneiweiß Gluten. Diese Krankheit tritt aber relativ selten auf.

Leidest Du trotzdem häufig unter Beschwerden im Bauchraum, Durchfall, Müdigkeit und Erschöpfung, verträgt Dein Körper vielleicht kein Gluten, ohne dass Du Zöliakie hast. Hier ist eine Liste von 25 Zeichen, die auf eine Glutenintoleranz hinweisen.

 

 

Bauchschmerzen

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Dein Bauch verrät Dir sofort, wenn etwas mit Deiner Nahrung nicht stimmt. Zu den häufigsten Beschwerden einer Glutenunverträglichkeit gehören Blähungen, Bauchkrämpfe, Durchfall und Verstopfung. Oft treten diese Symptome auf, ohne dass eine Ursache gefunden werden kann. Möglicherweise ist Gluten für die Beschwerden verantwortlich.

Zyklusstörungen

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Zyklusstörungen entstehen durch den Eisenmangel, welcher mit einer Glutenintoleranz einher geht. Eisen ist im Blut äußerst wichtig für die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Es ist an die roten Blutkörperchen gebunden und auch am Sauerstofftransport durch das Blut beteiligt. Zudem wirkt es bei der Sauerstoffspeicherung mit und ist für viele Stoffwechselprozesse im Körper verantwortlich. Es hilft unter anderem bei der Blutbildung und dem Zellwachstum.

Fruchtbarkeitsstörungen

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Eine Glutenunverträglichkeit führt zu einer Immunreaktion im Körper. Es werden Antikörper gebildet, die sich eventuell auch gegen die Gebärmutterschleimhaut und den Embryo richten. Es wird vermutet, dass auch Antikörper gebildet werden, die sich gegen die Plazenta richten und die Einnistung des Embryos erschweren. Des Weiteren könnten die Antikörper die Gefäßneubildung in der Gebärmutterschleimhaut hemmen und die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter stören. Die unzureichende Einnistung könnte zu der vermehrten Rate an Fehlgeburten bei Frauen mit Glutenunverträglichkeit führen.

 

 

Durchfall

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Chronischer Durchfall ist ein häufiges Symptom bei Zöliakie-Patienten. Die Episoden können übel riechend, explosiv und schmerzhaft sein, wobei der oftmals blasse Stuhl typischerweise auf der Wasseroberfläche schwimmt. Auch fester Stuhl kann diese Eigenschaften haben. Symptome im Zusammenhang mit chronischem Durchfall sind unter anderem Hämorriden, die dann auftreten, wenn es dem Stuhl an Substanz fehlt.

Verstopfung

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Während Durchfall bei Zöliakie-Erkrankten häufig auftritt, können manche auch an Verstopfung leiden, wobei der Körper den Darminhalt nur langsam fortbewegt. Der Grund hierfür liegt in den beschädigten Zotten, die ineffizient arbeiten und so der Nahrung nur schwer Nährstoffe entziehen. Verstopfung kann im Falle von Glutenaufnahme von heftigen Durchfall-Episoden begleitet werden und Schmerzen sowie Blähungen verursachen.

 

 

Gewichtsverlust

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Bei einem gesunden Menschen vergrößert sich die Oberfläche der Dünndarmschleimhaut durch zahlreiche Schleimhautfalten (Dünndarmzotten), dies sorgt für eine vollständige Aufnahme der Nährstoffe aus unserem Essen in das Blut. Die Zöliakie schädigt hierbei die Zotten der Dünndarmschleimhaut und diese flachen ab. Bei fortschreitender Zöliakie bilden sich die Dünndarmzotten komplett zurück. Die Nährstoffe können nicht mehr ausreichend aufgenommen und in das Blut transportiert werden. Dadurch verliert man radikal an Gewicht und es kommt zu diversen Mangelerscheinungen.

Appetitlosigkeit

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Infolgedessen nimmt auch das Hungergefühl rapide ab.

Schwindelgefühl

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Oft sehen Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit die Welt wie durch einen Schleier. Sie haben das Gefühl, ständig ihr Gleichgewicht zu verlieren. Kaum jemand aber bringt diese Beschwerden mit Gluten in Verbindung. Ist Dir oft schwindelig, versuche Gluten zu vermeiden.

Stimmungsschwankungen

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Ist Dein Magen durch den Verzehr von Gluten nicht im Gleichgewicht, wie sollst Du dann mit Dir im Reinen sein? Menschen mit Glutenintoleranz sind oft reizbar und leiden an Stimmungsschwankungen.

Chronische Müdigkeit

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Wenn Du oft müde und erschöpft bist, könnte das daran liegen, dass Dein Körper kein Gluten verarbeiten kann. Er befindet sich im ständigen Kampf gegen das unerwünschte Eiweiß und verbraucht dabei eine Menge Energie.

Schlafstörungen

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Jüngste Studien haben ergeben, dass unter Zöliakie Leidende oftmals Schlafstörungen erleben, die bei diesen Menschen außerdem, unabhängig vom Glutengehalt der Nahrung, häufiger auftreten als beim Rest der Bevölkerung. Die Schlafstörungen können sich durch die Unfähigkeit einzuschlafen, sowie durchzuschlafen bemerkbar machen. Die Ursachen hierfür schließen auch Depression, Erschöpfung und Anspannung ein.

Dunkle Augenringe

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Mit dem Nährstoffmangel und dem unausgeglichenen Biorythmus gehen Augenringe einher.

Chronische Migräne

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Migräne bringst Du vielleicht nicht mit Gluten in Verbindung. Treten die Kopfschmerzen aber 30 bis 60 Minuten nach dem Essen auf, solltest Du darüber nachdenken, ob Du Gluten verzehrt hast.

Depression

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Leider weisen an Zöliakie Erkrankte eine erhöhte Depressions- und Suizidrate auf. Und selbst bei einer glutenfreien Ernährungsweise liegt laut Studien die Wahrscheinlichkeit einer Depression deutlich über dem Durchschnitt. Eine Studie fand einen Zusammenhang zwischen Essstörungen und Depression bei weiblichen Zöliakie-Patienten, der sich aus der Konzentration auf glutenfreie Nahrung und der daraus resultierenden eingeschränkten Ernährungsweise ergibt. Was das Risiko eines Suizids angeht, so scheint sich dieses mit der Umstellung auf eine glutenfreie Diät maßgeblich zu reduzieren.

Konzentrationsschwierigkeiten

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Zöliakie-Erkrankte können einem so genannten „Gehirn-Nebel" ausgesetzt sein, der als Folge von Glutenaufnahme eintritt. Das Symptom tritt unmittelbar nach dem Verzehr von Gluten auf und kann tagelang ein Gefühl von Verwirrung, Konzentrationsschwierigkeiten oder gar temporären Gedächtnisverlust verursachen. Betroffene vergessen z.B. ihre Kinder von der Schule abzuholen oder sogar, was sie gerade schreiben wollten. Glücklicherweise verschwindet das Symptom, sobald auf eine glutenfreie Ernährung umgestellt wird, was bei manchen Patienten das Ende von Jahren der Verworrenheit bedeuten kann.

Hautprobleme

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Juckt Deine Haut, leidest Du an Ekzemen, trockener Haut oder an Schuppenflechte? Gluten könnte diese Hautprobleme verursachen. Denn eine schlechte Verdauung kann dazu führen, dass Dein Immunsystem überreagiert und massiv Antikörper produziert, die Deine Haut schädigen.

Reibeisenhaut

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Reibeisenhaut ist eine Verhornungsstörung der Haarfollikel, die am Häufigsten an Oberarmen und Oberschenkeln auftritt. Möglich sind ein Fettsäuren Defizit und Vitamin A Defizit. Zusätzlich wird dieses Symptom durch eine geschädigte Darmwand verstärkt.

Blasse Haut

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Jeder Mensch hat seine eigene Hautfarbe. Aber eine plötzliche Veränderung dieser Farbe kann ein Hinweis sein, dass mit dem Körper etwas nicht stimmt. Ein fahler Teint kann nicht nur ein Hinweis auf zu wenig Sonne sein. Dauert die Blässe länger an und geht zudem mit blassen Schleimhäuten einher, ist dies ein Warnsignal für ernstere Probleme. Blutarmut (Anämie), die aus einer Glutentoleranz resultiert, verursacht ebenso blasse Haut infolge eines Mangels an Eisen, Folsäure oder Vitamin B12 oder aufgrund einer Nierenschwäche

Knochen- und Gelenkschmerzen

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Da die Aufnahme von Nährstoffen durch den typischen Aufbau der Dünndarmschleimhaut bei Zöliakie/Sprue verhindert wird, treten vermehrt Gelenkentzündungen ein.

Fibromyalgie

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Fibromyalgie ist eine chronische Krankheit, deren Ursache unbekannt ist. Sie verursacht Schmerzen in den Muskeln, Bändern und Sehnen. Oft ist eine erfolgreiche Therapie nicht möglich. Vielen Patienten hilft es aber, die Ernährung umzustellen und Gluten zu vermeiden.

Entzündungen im Mundraum

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Weiterhin gehören u.a. zu den extraintestinalen Symptomen (d.h. außerhalb des Darms gelegen) Entzündungen der Mundschleimhaut oder auch Aphten. Diese Symptome weisen häufig auf Mangelerscheinungen infolge der gestörten Nährstoffaufnahme hin.

Nervenschädigungen mit Gefühlsstörungen

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Viele Betroffene leiden unter neuropathischen Problemen, was die Grob- und Feinmotorik, sowie die Sinnesnerven betreffen kann. Die Extremitäten eines Erkrankten können Nervenstörungen aufweisen und z.B. ein Kribbelgefühl erzeugen, das bis hin zu „eingeschlafenen" Händen und Füßen führen kann. Im Gegensatz dazu kann sich auch eine völlige Gefühllosigkeit als Folge von Taubheit einstellen. Davon können auch andere Körperbereiche und Nerven betroffen sein, wie z.B. die Gesichtsmuskeln.

Epilepsie

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Das Zöliakie-Epilepsie-zerebrale Verkalkungen-Syndrom (CEC) ist eine seltene Krankheit und gekennzeichnet durch die Kombination von intestinaler Autoimmunkrankheit, epileptischen Krämpfen und zerebralen Verkalkungen.

Haarausfall

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Durch die Unverträglichkeit werden einfach zu wenige Nährstoffe aufgenommen. Vor allem Mangelerscheinungen an Eisen oder Vitamin A und C können zu einer Beeinträchtigung des Haarwachstums führen. Darüber hinaus kann z. B. der Eisenmangel zu Erschöpfung und Müdigkeit führen, wodurch man wiederum anfälliger für Stress und psychische Belastungen wird – in der Folge ebenfalls sichtbar am Haar.

Laktoseintoleranz

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Laktoseintoleranz und Glutenintoleranz treten oft gemeinsam auf. Ist bei Dir also bereits eine Unverträglichkeit gegen Milcheiweiß festgestellt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Du auch Gluten nicht verträgst.