Ernährung

Nicht ignorieren. 11 Anzeichen dafür, dass Deine Schilddrüse nicht richtig arbeitet.

Die Schilddrüse befindet sich in unserem Hals, liegt vor der Luftröhre und unterhalb des Kehlkopfes. Ihre Form erinnert an einen Schmetterling. Sie speichert Jod und ist für die Bildung der Schilddrüsenhormone zuständig. Diese Hormone sind wichtig für den Energiestoffwechsel und für das Wachstum bestimmter Zellen. Insgesamt sind sie für den ganzen Organismus von Bedeutung. Arbeitet die Schilddrüse nicht mehr richtig, reagiert unser Körper mit Beschwerden.

Welche Symptome auftreten, hängt davon ab, ob es sich um eine Über- oder eine Unterfunktion handelt und sie zu viele oder zu wenige Hormone produziert. Nachfolgend findest Du Symptome von beiden Beschwerdebildern. Die aufgeführten Beschwerden können individuell unterschiedlich stark ausfallen und müssen nicht alle auftreten. Dieser Artikel ersetzt keinen Arztbesuch. Hast Du das Gefühl, dass Deine Schilddrüse krank sein könnte, sprich auf jeden Fall mit einem Arzt.

Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)

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In diesem Fall produziert die Schilddrüse zu wenig ihrer Hormone Trijodthyronin und Thyroxin. Durch den Mangel an Hormonen laufen viele Funktionen im Stoffwechsel langsamer ab. Einer der häufigste Auslöser hierfür ist eine Unterversorgung an Jod. Im Durchschnitt sind Frauen öfter betroffen als Männer. Am anfälligsten sind Frauen über 60 Jahren.

Gefühl der Abgeschlagenheit

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Die Schilddrüse produziert Hormone, die für unseren Energiehaushalt zuständig sind. So kann sich eine Unterfunktion mit weniger produzierten Hormonen auf unser Energieniveau auswirken. Dadurch sinkt unsere geistige und körperliche Leistung, was sich beispielsweise durch depressive Verstimmungen, allgemeine Abgeschlagenheit, schnelles Ermüden und Trägheit äußert.

Veränderung der Stimme

Die Schilddrüse liegt nahe am Kehlkopf. Durch diese Nähe kann es vorkommen, dass sich bei einer Fehlfunktion der Schilddrüse die Stimme verändert. Sie kann rauer klingen oder heißer. Ebenso ist es möglich, dass sich die Tonlage ändert und tiefer wird. Manchmal verändert sich auch die Art des Sprechens und Betroffene sprechen langsamer oder sind schwerer zu verstehen.

Veränderungen der Haut und Augenbrauen

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Durch die Unterfunktion verändert sich die Haut, sie kann ein kalkartiges Aussehen bekommen. Die Struktur wird dicker, rauer und trockener. Der langsamere Stoffwechsel führt zu einer niedrigeren Körpertemperatur, was sich in einer kühlen Haut äußern kann. Ein weiteres mögliches Zeichen ist das Ausfallen der Augenbrauen, welches eventuell mit zu den ersten Anzeichen zählt.

Gelenk- und Muskelschmerzen

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Zu den häufigen Symptomen einer Unterfunktion zählen Schmerzen in den Muskeln und Gelenken. Die Knöchel und Füße trifft es am meisten. Bei Bewegung verschlimmern sich die Beschwerden in der Regel. Die verminderte Durchblutung kann ebenfalls zu Missempfindungen auf der Haut führen. Betroffene empfinden es als würden Ameisen über Teile der Haut laufen.

Schlechteres Gehör

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Wenn Du schlechter hörst oder das Gefühl bekommst schwerhörig zu werden, kann dies ebenfalls ein Anzeichen für eine Unterfunktion sein. Wissenschaftler konnten die Ursache bis jetzt nicht eindeutig klären, allerdings scheint es ein Zusammenhang zwischen einem schlechter werdenden Gehör und einer Schilddrüsenunterfunktion zu geben.

Verlust der Libido

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Leidest Du unter einer eingeschränkten Libido? Die Ursache hierfür kann auch bei der Schilddrüse liegen. Der Stoffwechsel arbeitet bei einer Unterfunktion der Schilddrüse wesentlich langsamer. Was ebenfalls bedeutet, dass unsere Geschlechtsorgane schlechter versorgt werden und weniger Sexualhormone produzieren. Als folge dessen, leiden Betroffene unter einer eingeschränkten Fruchtbarkeit, Libido und Potenz.

Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)

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Bei einer Überfunktion produziert die Schilddrüse viel mehr als die vom Körper benötigte Menge an Schilddrüsenhormonen. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von zu viel Jod in der Ernährung über eine Entzündung der Schilddrüse bis hin zu Geschwulsten. Frauen sind hier im Durchschnitt ebenfalls häufiger betroffen als Männer.

Erhöhter Appetit

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Hast Du in letzter Zeit ungewöhnlich viel Hunger, kann dies ein Zeichen für eine Überfunktion sein. Durch die erhöhte Menge an Schilddrüsenhormonen im Körper verspürst Du viel öfter ein Hungergefühl. Die vermehrte Nahrungsaufnahme zeigt sich nicht zwangsläufig im Körpergewicht, da der hochgefahrene Stoffwechsel viel Energie benötigt.

Häufiger Harndrang

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Wenn Du häufiger als sonst die Toilette aufsuchen musst, kann das ebenfalls ein Anzeichen für eine überaktive Schilddrüse sein. Durch den erhöhten Stoffwechsel verschnellert sich der Blutfluss, die Nieren filtern dadurch mehr Blut und der Körper produziert eine größere Menge an Urin.

Viel trinken

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Dieses Anzeichen geht einher mit dem vorherigen Punkt, dem häufigen Harndrang. Nachdem der Körper große Mengen an Wasser verbraucht müssen diese natürlich ersetzt werden. Dies macht sich bei Betroffenen durch mehr Durst bemerkbar.

Zittern der Hände

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Jeder kennt das Gefühl, wenn die Hände zu lange in ein und derselben Position sind und anfangen zu zittern. Bei einer Überfunktion der Schilddrüse fährt der Körper den Stoffwechsel so hoch, dass alles schneller abläuft. Dadurch verkürzt sich die Zeit in der die Hände anfangen zu zittern und der Betroffene leidet viel schneller unter wahrnehmbaren Zittern der Hände und Unterarme.

Gesteigerte Libido

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Im Gegensatz zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es bei einer Überfunktion zu einer gesteigerten Libido und Ausdauer beim Geschlechtsverkehr. Dies ist ebenfalls dem hochgefahrenen Stoffwechsel geschuldet.

Tipps für den Umgang mit einer Fehlfunktion der Schilddrüse

Schilddrüsenunterfunktion

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  • Achte auf eine gesunde Ernährung, mit viel Gemüse und Obst. Um Dein Energielevel stabil zu halten, sind mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sinnvoll.
  • Bewegung ist wichtig, hilft Stress zu reduzieren und Du fühlst Dich fitter.
  • Yoga und Meditation können bei Abgeschlagenheit und depressiven Verstimmungen helfen.
  • Gehe früh zu Bett und achte auf ausreichend Schlaf.

Schilddrüsenüberfunktion

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  • Verzichte auf Jod und jodhaltige Lebensmittel. Dazu zählen Milch und Milchprodukte, Fisch und Meeresfrüchte, inklusive Algen. Zudem sind Fertigprodukte und Fleischwaren oft mit Jodsalz gewürzt.
  • Durch die Überproduktion an Hormonen ist das Gehirn mehr Reizen ausgesetzt, was zu einem Gefühl der Angst führen kann. Hierbei kann meditieren helfen.
  • Trink genügend Wasser, damit Dein Körper ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist.

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Ernährung

Wie Du Deine Knochen intakt halten und dem Zerfall durch Osteoporose vorbeugen kannst

Viele glauben, dass Osteoporose (auch: Knochenschwund) nur vereinzelt vorkommt und meist Menschen höheren Alters betrifft. In der Realität gilt Knochenschwund allerdings als die weltweit meistverbreitete Knochenerkrankung, welche nach Studien der Weltgesundheitsorganisation WHO in Europa, USA und Japan mehr als 75 Millionen Menschen betrifft und sich laut Experten kontinuierlich ausbreiten wird. Diese Krankheit sorgt dafür, dass die Balance zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau gestört wird, wodurch die Belastbarkeit des Knochens sinkt und dieser stetig poröser wird, was das Risiko von Knochenbrüchen erhöht.

Osteoporose kann nur sehr selten rechtzeitig diagnostiziert werden da die betroffene Person während des Knochenabbaus keine Schmerzen empfindet, weshalb die Erkrankung meist erst mit fortgeschrittenen Knochenschwund und in Folge eines Knochenbruches auffällt. Wurde die Osteoporose festgestellt, so kann sie durch umfangreiche Behandlungen und Therapien aufgehalten und die Stabilität der Knochen wiederhergestellt werden, allerdings kannst Du selbst dem Auftreten von Osteoporose durch eine gesunde Lebensweise und einigen Tipps vorbeugen:

Nimm genügend Calcium zu Dir

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Calcium gilt als wichtigster Nährstoff für Deine Knochen, welche zu 99,5 % aus diesem bestehen. Die empfohlene Menge an Calcium, die Du pro Tag aufnehmen solltest, hängt zwar von persönlichen Faktoren ab, aber gründsätzlich solltest Du täglich zwischen 1000 bis 1200 Milligramm Calcium aufnehmen. Die geeingnetsten Nahrungsmittel für die Calciumaufnahme sind Fisch, Milchprodukte und Spinat.

Vitamin D stärkt Deine Knochen

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Der Mikronährstoff Vitamin D stärkt Deine Knochen und und Deine Muskelkraft. Dein Körper kann zu einem großen Teil Vitamin D selbst herstellen, indem Du regelmäßig Dich in der Sonne aufhältst, allerdings reicht dies nur zu 80%. Um die restlichen 20% zu decken solltest Du etwas Fisch, Speisepilze oder Eigelb essen.

Habe ein gesundes Gewicht

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Dein Gewicht hat einen großen Einfluss auf die Stabilität Deiner Knochen, denn Adipositas ist ein Risikofaktor für Knochenbrüche. Zudem solltest du nicht zu viele Kilos in kurzem Zeitraum abnehmen, denn das kann zu einem Knochenmassenverlust führen. Achte deshalb auf ein gesundes Normalgewicht durch einen ausgewogenen Ernährungsplan und ausreichend Bewegung.

Trainiere Deine Knochen

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Damit Deine Knochen auch im Alter gesund bleiben, ist es wichtig sie häufig durch Bewegung in Form zu halten und sie für vielfältige Belastungen zu trainieren. Dabei kann Dir regelmäßiges Krafttraining mit Gewichten, Joggen, sowie das Ausüben laufbetonter Sportarten helfen.

Rauche nicht

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Wie viele Studien zeigen, hat Nikotin einen direkten negativen Einfluss auf Deine Knochendichte und das Heilungsvermögen Deiner Knochen. Wenn Du Raucher bist, dann solltest Du so schnell wie möglich damit aufhören, wenn Du einen gesunden Körper sowie gesunde Knochen haben willst.

Achte auf Deinen Koffeinkonsum

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Wenn Du, so wie viele andere Menschen weltweit, morgens nicht ohne Deinen Koffeinschub durch eine Tasse Kaffee auskommst, dann solltest Du darauf achten maximal 4 Tassen Kaffe pro Tag zu trinken. Eine zu hohe Menge an Koffein im Körper kann für eine reduzierte Knochenmasse sowie für ein erhötes Knochenbruch-Risiko sorgen, da es negative Auswirkungen auf die Calciumaufnahme hat, weshlab es ratsam ist diese Zahl einzuhalten.

Deine Knochen brauchen Omega-3 Fettsäuren

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Omega-3 Fettsäuren haben, ähnlich wie Calcium und Vitamin D, einen hohen Einfluss auf Deine Knochendichte und können das Risiko einer Osteoporose signifikant senken. Zudem lindern diese Fettsäuren Gelenkschmerzen verursacht durch Osteoporose, weshalb Du jeden Tag eine ausreichende Menge von ihnen zu Dir nehmen solltest (1,1 bis 1,6 Gramm). Besonders gut geeignet dafür sind Nahrungsmittel wie Fisch, Meeresfrüchte, Walnüsse sowie Chiasamen.

Halte Deinen Kollagenspiegel konstant

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Kollagen ist ein Protein, das Beim Aufbau von Deinen Knochen eine wichtige Rolle spielt. Du kannst Kollagen auf natürlichem Wege aufnehmen, indem Du häufig Paprika, Knochenbrühe, Zitrusfrüchte, etc. isst. Mit zunehmendem Alter sinkt der Kollagenspiegel in Deinem Körper drastisch und die natürliche Kollagenaufnahme wird nicht mehr ausreichen, weshalb Du dich von Deinem Arzt über eine Kollagenerzänzung beraten lassen solltest.

Nimm ausreichend Proteine zu Dir

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Laut zahlreichen Studien hängt die Proteinaufnahme direkt mit einer höheren Knochendichte zusammen. Zudem sind Proteine neben Calcium maßgeblich für den Knochenaufbau. Du solltest daher täglich 0,8 Gramm Proteine pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen, indem Du Meeresfrüchte, weißes Geflügel, Milchprodukte, etc. zu Dir nimmst.

Reduziere Deinen Salzkonsum

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Studien aus Japan belegen, dass eine überwiegende Zufuhr von Natrium der Knochengesundheit schadet. Das gewöhnliche Speisesalz (Natriumchlorid) besteht zu einem großen Teil aus Natrium und sorgt zudem zu einem Calciumverlust, weshalb Du Deinen Salzverzehr auf maximal 2300 Milligramm beschränken solltest.

Es ist nie zu früh oder nie zu spät an die Gesundheit Deiner Knochen zu denken. Teile diesen Artikel mit Deinen Freunden, damit sie erfahren, wie sie ihre Knochen schützen können.